Breathing me
21. bis 22. November 2026
Mitten im Leben und doch nicht ganz da …
Kursbeschreibung
In diesen Tiefgang-Workshops versuchen wir, ohne Ablehnungs- und Optimierungsgedanken einen Blick auf die Themen zu werfen, mit denen wir uns alle – mehr oder weniger – in unserem Alltag konfrontiert sehen: die Aspekte der Angst, die Vielfalt der Liebe und unseren Platz im Leben. Dabei fühlen wir uns oft mittendrin und doch nicht ganz da.
Um zu verstehen, was all diese Aspekte in ihren unterschiedlichen Ausprägungen für uns bedeuten, ist es an der Zeit, ihnen aus der Perspektive eines wachsenden Bewusstseins zu begegnen. Unsere Herangehensweise – mit spezieller Atmung, Introspektion und der Sichtweise des Lebens-Stufen-Entwicklungsmodells von Wilfried Nelles – wird diesen Tauchgang unterstützen.
Das Bekannte
Kennen Sie das Gefühl, mitten im Leben zu stehen und doch nicht ganz da zu sein? Diese ständigen Fragen: Reicht das, was ich tue? Bin ich gut genug? Hält das Leben noch mehr für mich bereit?
Was wäre, wenn diese Fragen einmal leiser würden? Wenn Sie all das, was Sie ausmacht – Ihre Fähigkeiten, Ihre Leistungen – einmal durch die Augen einer liebenden Person betrachten könnten? Ist es nicht erstaunlich, dass es uns oft viel leichter fällt, das Leben anderer zu verstehen und wertzuschätzen, als das eigene?
Soulness
Oft verwenden wir den Begriff „Seele“ im Zusammenhang mit unserem Inneren. Der kindliche Ausdruck „Ich lasse meine Seele baumeln“ ist wohl jedem bekannt. Dieses Bild zeigt ein Paradies – ganz gleich, wie es jeder Einzelne für sich vorstellt. Unbewusst eifern wir dieser persönlichen Vorstellung nach.
Dabei geht uns jedoch das Wesentliche verloren: Das Seelische beschreibt einen subjektiven Erfahrungsraum, der sich nicht objektiv messen lässt. Wann dieser ersehnte Zustand eintritt und was dazu nötig ist, bleibt offen. Anfangs hat das Seelische auch keine direkte Verbindung zu unserem Alltag. Wir erledigen Aufgaben oft, ohne unsere innere Ebene einzubeziehen.
Erst wenn wir überfordert, ausgepowert oder erschöpft sind, hören wir den Ruf – oder besser gesagt den Aufschrei – unserer Seele. Dann sind wir bereit, innezuhalten. Dieses Innehalten ist die Voraussetzung, um das Seelische überhaupt wahrzunehmen. Menschen, die sich ihres Inneren bewusst sind, entwickeln ein beseeltes Handeln, Tun und Sein. Dieses Handeln erschöpft sich nie, sondern erneuert sich stets aus sich selbst heraus. Es ist entspannt, genüsslich und – in seiner Essenz – paradiesisch.
Seele in uns
Wir sind als Menschen in einem Dilemma. In einer Zwickmühle. Dem Erleben einer inneren Welt, die auch einen Körper hat. Den inneren Körper nämlich, mit all seinen Funktionen und Wahrnehmungsfähigkeiten, Empfindungen und dem Verstand. Die äußere Welt, mit allem Tun und Handeln und auch mit dem Körper der nach außen gerichtet ist. Dem Körper, der sichtbar ist, der manifest ist, eine Tatsache darstellt, den wir selber und andere sehen können, wie er ist. So führen wir meist unbewusst zwei Leben in einem Körper.
Mitten im Leben ... und doch nicht ganz da
Auf und Ab
Unser Streben nach Anerkennung kann uns stark belasten. Beginnen wir doch einmal damit, selbst Anerkennung für unsere Leistungen aufzubringen. Das ist kein leichtes Unterfangen – wir sind oft Weltmeister darin, unsere eigenen Errungenschaften kleinzureden. Nie ist es genug, immer könnte es noch besser sein.
Halten wir inne und betrachten unser Leben einmal aus der Perspektive eines Fremden. Schaffen wir Raum für Selbst-Anerkennung. Gerade hier liegt die großartige Möglichkeit, einen Schritt auf uns selbst zuzugehen und das Leben zu feiern, so wie es ist. Doch wir neigen dazu, alles Unangenehme abzuwehren und uns nur nach dem vermeintlich Angenehmen zu sehnen. Unser Blick bleibt getrübt, und wir übersehen, dass das „Auf und Ab“ zum Leben gehört und es erst durch diese Bewegungen reich und wertvoll wird.
Heute leiden viele Menschen unter Allergien, Unverträglichkeiten oder unerklärlichen Symptomen. Sie können ein Ruf der Seele sein. An diesen körperlichen Signalen lässt sich oft erkennen, wie das Seelische in uns wirkt. Sie schränken unser Leben ein, wir fühlen uns ihnen ausgeliefert – und erkennen nicht immer ihre Ursachen.
Aussichten
Das Zusammenspiel von Körper, Geist und Seele gerät oft aus der Balance. Wir befinden uns in einer Zwickmühle: zwischen dem Erleben unseres Inneren und den Anforderungen des Außen. So führen wir gewissermaßen zwei Leben in einem Körper. Es kommt zu Dissonanzen, sobald diese beiden Ebenen nicht im Einklang stehen. Daher ist es sinnvoll, bewusst innezuhalten, auszusteigen oder umzuschalten – um wieder in Balance zu kommen.
Methodik
In diesem Workshop vermitteln wir den überaus interessanten Aspekt des Körperbewusstseins. Wir nähern uns den verschiedenen Entwicklungsstufen unseres Körperbewusstseins an. Mit bewegten Atem-Meditationen, Breathwork und METTA-Übungen nähern wir uns unserem Körperbewusstsein an. Die Sichtweise auf die Entwicklungsstufen, nach dem Integrations-Modell von Wielfried Nelles, das unsere menschliche Existenz auf feine Weise darstellt, ist dabei ein hilfreicher Wegweiser.
Von der Kindheit bis ins Alter unterliegen wir einer ständigen Entwicklung. Auf diese Weise entstehen Stufen unseres Lebens. Mithilfe von Atmung und Stille können wir einen Einblick in unsere vergangenen Lebensphasen erhalten, die uns dann oftmals unser jetziges Leben besser verstehen lassen. So können wir den Faden, der uns leitet, erfassen, verstehen und weiterspinnen …
Termin
21. bis 22. November 2026
Kosten und weitere Infos
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Seminargebühr: 289 Euro
- Das Skript zum Thema, und die Verpflegung sind inkludiert. Wir servieren vegetarische Speisen.
- Kurszeiten:
- Samstag: 10:00 bis 13:30 Uhr und 15:00 bis 19:30 Uhr
- Sonntag: 09:00 bis 13:00 Uhr und 14:00 bis 17:30 Uhr
- Mitzubringen: leichte Kleidung, Decke, helle Socken
- Bei einer evtl. Zimmerbuchung ist Ihnen das Tourismusbüro unter: info@mondsee.at gerne behilflich. Wir empfehlen gerne: Landgasthof Meingast: info@landhausmeingast.at, Jugendgästehaus: mondsee@myhostel, Seepension Klimesch: klimesch@pension-am-mondsee.at, Seepension Jörgner: pension@joergner.at. Das Zimmer bitte ohne Frühstück reservieren.
Möglicher Tagesablauf
- 10:00 Uhr: Beginn und Einführung in die Sichtweise der Phänomenologie und DEEP DIVE Breathing
- 11:00 Uhr: Atemsitzung zum Kursthema und deren Integration
- 13:30 Uhr: Mittagessen und Pause
- 15:00 Uhr: Einführung in den Kreis der Lebens-Bewusstseinsstufen
- 16:00 Uhr: Meditation und Breathwork und deren Integration in das Stufenmodell
- 17:30 Uhr: Pause
- 18:00 Uhr: Meditative Introspektionen in das Stufenmodell
- 18:30 Uhr: kleines Abendessen
- 19:30 Uhr: Ende des 1. Tages
- Tag
- 08:00 Uhr: Beginn mit aktiver Atem-Meditation
- 09:00 Uhr: Frühstück
- 10:30 Uhr: Breathwork-Atmung in die Stufen des Bewusstseins und individuelle Prozesse
- 12:00 Uhr: Pause
- 12:30 Uhr: Phänomenologie des Bewusstseins, anhand von Introspektionen
- 13:00 Uhr: gemeinsames Mittagessen und Pause
- 14:30 Uhr: Herz-Atmung und Kreis der Versöhnung mittels Coherent-Breathing
- 15:30 Uhr: Pause
- 16:00 Uhr: ANAPANANA -auch Buteyko- Abschlussmeditation und Erklärungsrunde
- 17:30 Uhr: Kursende
Mögliche Förderungen
- Wir sind ein ÖCERT-zertifiziertes Bildungsinstitut und als solches bundesweit anerkannt und gelistet.
- Inwieweit der Kurs in Ihrem Fall förderungswürdig ist, erfragen Sie bitte bei Ihrer Landes-Bildungsstelle, Ihrem Arbeitgeber, dem AMS oder den Krankenkassen.
Kursleitung: Marion und Bernhard Hötzel
Sie haben, nach Abschluss der Buchung, ein 14-tägiges Rücktrittsrecht. Wir weisen auf die Widerrufsbedingungen in unseren Teilnahmebedingungen ausführlich hin. Zu Ihrer persönlichen Sicherheit empfehlen wir eine Seminar- und Reiserücktrittsversicherung abzuschließen.
Alle Texte, Ausführungen und Essays sind urheberrechtlich geschützt. Wir behalten uns alle Rechte vor.
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Im August
Unser Körper ist Bewegung und Ausdruck des Lebens. In diesen Tagen haben wir die wunderbare Möglichkeit, uns vom Ballast des Alltags zu befreien.
Die Liebe und das Leben
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